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News / Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung: Wolfgang Fellner ortet Intrige
Wolfgang Fellner auf oe24.at
10.05.2021   Vermischtes
Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung: Wolfgang Fellner ortet Intrige
Nach den Belästigungsvorwürfen von Raphaela Scharf und Katia Wagner hat der „Österreich“-Herausgeber in seinem eigenen Medium Stellung genommen – unter dem Titel „Die Wahrheit über die ,Causa Fellner‘“.
Wien – „Die Wahrheit über die ,Causa Fellner‘“ lässt Wolfgang Fellner über einen Artikel auf seinem Online-Auftritt oe24.at (Sonntagsausgabe) schreiben. Darin ortet er eine „Schlammschlacht“. Und „stellt klar“: „In den letzten Tagen bin ich leider zum Mittelpunkt einer Schlammschlacht rund um die erfolgreiche Entwicklung meines TV-Nachrichtensenders oe24.tv geworden. Das ,Krone-Imperium‘, vertreten durch den auf Medien-Schlammschlachten spezialisierten Anwalt Michael Rami, und die milliardenschwere Seven One Media Group, die mit Puls 24 unbedingt einen Nachrichtensender in Österreich etablieren will, haben mit massiven Kampagnen versucht, den Erfolgslauf meines Nachrichten-TV-Senders oe24.tv zu stoppen.“
 
Hintergrund der „Intrige“ seien die Erfolge des Nachrichtensenders oe24.tv. Da sei es kein Zufall, dass „genau in dieser Phase eine Moderatorin von Krone TV, Raphaela Scharf, mit der Aussage an die Öffentlichkeit getreten“ sei, „ich hätte sie während ihrer Zeit bei oe24.tv bei einem Foto-Shooting ,begrapscht‘ und dadurch ,sexuell belästigt‘. Diese Aussage hatte ein einziges Ziel: Meinen Ruf als Aushängeschild von oe24.tv und Moderator von ,Fellner! Live‘ nachhaltig zu beschädigen“, wird der „Österreich“-Herausgeber zitiert.
 
Die zweite Zeugin – die Krone-TV-Mode­ratorin Katia Wagner – sei wenig glaubwürdig, denn sie sei mit Fellner schon lange vor ihrer Tätigkeit bei oe24 privat befreundet gewesen. Sie habe „während ihrer oe24-Tätigkeit großen Wert darauf gelegt, diese Freundschaft zu betonen“ und habe Fellner „deshalb – teilweise sehr aufdringlich – vor ­ihrem Team umarmt, auf die Wange geküsst, mit Geschenken bedacht“.
 
Siehst aus wie „eine Nutte“
Dennoch wolle Wolfgang Fellner in seiner Wortwahl in Zukunft sensibler sein. Er habe „in einem sehr emotionalen Gespräch Frau Scharf vorgeworfen“, ihre Moderations-Kleidung entspreche nicht dem „gewünschten Business-Stil, sondern sie sehe aus wie ,eine Nutte‘“. Die Aussage täte dem Herausgeber leid und sie „entspricht nicht dem Respekt, den ich Frau Scharf und allen Frauen in meinen Unternehmen entgegenbringe. Ich werde künftig in meiner Wortwahl deutlich sensibler und respektvoller sein.“
 
Bereits am vergangenen Freitag hatte sich Fellner eine Bildschirmpause verordnet. Damit wollte er wohl einer geplanten Erklärung von hochrangigen Politikerinnen zuvorkommen, die ihm bis zur Ausräumung der Vorwürfe nicht mehr für Interviews zur Verfügung stehen wollten.
 
Hintergrund: Raphaela Scharf klagte Wolfgang Fellner nach ihrer Entlassung auf Wiederanstellung vor dem Arbeitsgericht. Sie habe die Vorwürfe der sexuellen Belästigung im Unternehmen angesprochen und sei daraufhin gekündigt worden. Fellner wiederum hat eine Unterlassungsklage gegen sie eingereicht. Ende Mai soll das Verfahren mit der Zeugenaussage von Katia Wagner weitergehen.


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