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News / Rettung der „Wiener Zeitung“: Concordia schlägt Treuhand-Lösung vor
Concordia-Präsident Andreas Koller: „Zusperren als unintelligenteste Lösung“. (Foto: Neubauer)
14.05.2021   Vermischtes
Rettung der „Wiener Zeitung“: Concordia schlägt Treuhand-Lösung vor
Die Zeitung sei kein „Abfallprodukt“ des Amtsblatts und müsse als Qualitätsprodukt erhalten bleiben. Concordia-Präsident Andreas Koller: „Zusperren unintelligenteste Lösung“.
Wien – Der Presseclub Concordia setzt sich für den Fortbestand der „Wiener Zeitung“ ein. Präsident Andreas Koller sieht das Zusperren als unintelligenteste Lösung. Zwei Gründe gebe es sich in der Frage der Erhaltung der „Wiener Zeitung“ zu engagieren:

Erhaltung eines unabhängigen Mediums in einer schmäler werdenden Medienlandschaft, insbesondere im kleinen Segment der Qualitätszeitungen.

Sicherung einer substanziellen Zahl und Qualität journalistischer Arbeitsplätze und Arbeitsmöglichkeiten.

 


Die Begründung seitens der Eigentümerin Republik, wonach mit dem Entzug dieses Anzeigenmonopols infolge der Digitalisierung auch die ökonomische Basis für die Herausgabe der Wiener Zeitung entfalle, sei nicht akzeptabel. „Denn die ,Wiener Zeitung‘ ist nicht das ,Abfallprodukt‘ des Amtsblatts, sondern das Amtsblatt wurde von der Eigentümerin Republik zur Finanzierung ihrer Zeitung herangezogen – eine Form der Medienförderung. Auch wenn das Amtsblatt entfällt, verbleibt der Republik als Eigentümerin ihre Sorgfaltspflicht gegenüber Leserschaft und Redaktion“, schreibt der Presseclub in seinem Vorschlag.
 
Zu Sicherung der „Wiener Zeitung“ schlägt die Concordia unter anderem vor, die Eigentümerschaft an der Wiener Zeitung GmbH soll von der Republik Österreich auf eine noch zu gründende Treuhandgesellschaft übergehen („Treuhand WZ“). Neben der Republik sollen namhafte gesellschaftliche Stakeholder die Trägerinnen dieser Treuhand WZ sein. Mögliche Trägerinnen könnten neben der Republik Österreich u.a. der Presseclub Concordia, die Journalistengewerkschaft, die Medienholding der Stadt Wien, die Nationalbank und die Wirtschaftsuniversität Wien sein.

 


Zum Vorschlag


 


 


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