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News / Helge Fahrnberger spendet Rechtshilfetopf an Reporter ohne Grenzen
Helge Fahrnberger (l.), Hans Kirchmeyr (von kobuk.at), Rubina Möhring, Medien-Watchdog Alma (Fot
10.06.2021   Vermischtes
Helge Fahrnberger spendet Rechtshilfetopf an Reporter ohne Grenzen
Der Mitarbeiter des Medien-Watch-Blog kobuk.at übergab 12.594,43 Euro an Reporter ohne Grenzen. Mit den Spenden sollte sich Kobuk gegen eine Klage des Journalisten Richard Schmitt wehren können. Da die Klage nun auch vom OLG abgewiesen wurde, spendete Fahrnberger das Geld.
Wien –  Richard Schmitt, ehemaliger Chefredakteur von krone.at und oe24.at, heute bei exxpress.at, klagte Helge Fahrnberger, Gründer des Medien-Watch-Blog Kobuk.at und Unternehmer, im Herbst 2020 wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung. Auslöser war dessen Reaktion auf einen Bericht in der „Kronen-Zeitung“ zur Verkehrstotenstatistik via Twitter. Das Handelsgericht Wien hatte die Klage bereits damals in erster Instanz abgewiesen. Nach diesem Etappensieg im September kündigte Fahrnberger an, dass er Spendenerlöse aus der Verfahrenshilfe an Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich spenden wolle. Bereits wenige Tage nach Bekanntwerden der Klage und der Einrichtung des Rechthilfetopfs von kobuk.at wurden 11.215 Euro gespendet. Bis Juni 2021 hat sich die Summe auf insgesamt 12.594,43 Euro erhöht. Im März 2021 hat auch das Oberlandesgericht die Klage gegen Helge Fahrnberger und die Kritik an seiner Berichterstattung abgewiesen. 
 
„Es darf nicht sein, dass Journalistinnen und Journalisten hier in Österreich durch Einschüchterungsklagen daran gehindert werden ihre Arbeit auszuüben. Wir werden uns weiterhin für sie stark machen und alle Missstände in Bezug auf Pressefreiheit aufzeigen“, betonte die Präsidentin von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich, Rubina Möhring, anlässlich der Scheckübergabe im Wiener Volksgarten. Und ergänzte: „Gerade, wenn der Verdacht im Raum steht, dass einflussreiche und reichweitenstarke Boulevardmedien fälschliche Informationen verbreiten, braucht es ein Korrektiv wie solche Blogs, die auf derartig tendenziöse und bedenkliche Berichte hinweisen.“


Astrid Kuffner


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