Please wait...
News / Wozu braucht die WKStA „Geld für Medienprofis“?
31.12.2021   Vermischtes
Wozu braucht die WKStA „Geld für Medienprofis“?
Dass die Anklagebehörde zuletzt bei der Kommunikation ihrer gesetzten Handlungen nicht immer eine gute Figur machte, hat ihr Ansehen in der Bevölkerung ohne Zweifel nachhaltig beschädigt. Details von Dr. Media, der brennende Fragen der Branche beantwortet.
Dr. Media: Eine strukturelle sowie personelle Aufstockung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ist eine langjährige und bestimmt auch berechtigte Forderung von mehreren Seiten. Generell sei die Justiz „zu Tode gespart worden“, ist auch die zuständige Ministerin Alma Zadić überzeugt. Und kündigte im Zuge der letzten Budgeterhöhung an, dass neben neuen Richterplanstellen die WKStA auch „Geld für Medienprofis“ bekommen werde, wie im ORF-Teletext zu lesen war. Dass die Anklagebehörde in jüngerer Vergangenheit  bei der Kommunikation ihrer gesetzten Handlungen – Hausdurchsuchungen, Handy-Beschlagnahmungen, mehreren Medien zugespielte Anklageschriften etc. – nicht immer eine gute Figur machte und ihre Schwächen in der öffentlichen Diskussion offensichtlich wurden, hat ihr Ansehen in der Bevölkerung ohne Zweifel nachhaltig beschädigt.
 
Aber braucht es deswegen wirklich Medienprofis, die sie mit Steuergeld wieder ins rechte Licht rücken? Denn nur darum kann es ja gehen. Oder plant die WKStA, ihre Tätigkeiten auszuweiten und in Zukunft auch PR und Kommunikation anzubieten? Wohl kaum. Die hinzugezogenen Medienexperten werden sich mit der Außenwirkung der Behörde selbst beschäftigen, wie auch ihre Selbstdarstellung auf ihrer Website nahelegt. „Der Justiz ist es ein gro.es Anliegen, dem Informationsanspruch der Bürgerinnen und Bürger sowie der Medien im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu werden“, heißt es dort. „Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit soll das Verständnis der Öffentlichkeit für die Rechtspflege und das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz und in ihre Einrichtungen gestärkt werden.“ Anders gesagt: Die WKStA soll beliebter werden.
 
Rückendeckung durch die Ministerin dürfte ihr bei diesem Vorhaben gewiss sein, war sie doch seit ihrem Amtsantritt selbst nicht zimperlich im Ausgeben von öffentlichen Geldern für Imagepflege.


Erst im vergangenen Jahr holte sie sich dem Vernehmen nach Hilfe von Josef Barth von der Wiener Agentur Pick & Barth, der für das Ministerium eine neue Strategie für Krisenkommunikation erstellte. Hat ja bisher super funktioniert.
 
Die Dr. Media-Praxis können Sie hier besuchen. Patientinnen und Patienten, die Hilfe suchen, nehmen wir gerne an.