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News / Mindestgehälter bei Zeitschriften und Fachmedien steigen um 2,8 Prozent
ÖZV-Präsidentin Claudia Gradwohl dankt für Verhandlungsklima. Foto: ÖZV
28.12.2021   Vermischtes
Mindestgehälter bei Zeitschriften und Fachmedien steigen um 2,8 Prozent
Die nächste Anpassung der Tarifgehälter für Journalisten und Journalistinnen wurde mit 1. Jänner 2023 vereinbart.
Wien - Am 17. Dezember 2021 erfolgte der Tarifabschluss sowohl für Journalistinnen und Journalisten als auch für kaufmännische Angestellte der Zeitschriften und Fachmedien in Höhe von 2,8 Prozent.
 
Der Abschluss, der zwischen der GPA und dem ÖZV gefasst wurde, sieht im Detail folgende Vorrückungen vor:
 
Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter in allen Beschäftigungsgruppen um 2,8 Prozent. Die Lehrlingseinkommen im kfm. Bereich werden ebenfalls um 2,8 Prozent angepasst, somit wird das Lehrlingseinkommen im ersten Lehrjahr auf 647 Euro und im zweiten Lehrjahr auf 814 Euro angehoben. Die monatliche Infrastrukturpauschale für angestellte Journalisten und ständig freie Mitarbeiter beträgt künftig 226,21 Euro. Die Tarifpositionen für ständig freie Mitarbeiter werden wie folgt festgesetzt: die Honorierung für reine A4-Textseiten beträgt 123,84 Euro und jene für Fotos 54,26 Euro. Geltungsbeginn für Journalisten und Journalistinnen ist der 1. Februar 2022 mit einer Laufzeit von elf Monaten, für kaufmännische Angestellte der 1. Jänner 2022. Es wurde vereinbart, dass die nächste Anpassung der Tarifgehälter für Journalisten und Journalistinnen der 1. Jänner 2023 sein wird. Somit wird es künftig einen einheitlichen Geltungsbeginn geben. Darüber hinaus kam es bei beiden Kollektivverträgen zu einer geringfügigen, inhaltlichen Änderung. Künftig ist eine Dienstfreistellung mit Entgeltfortzahlung bei Einschulung von Kindern (erste Klasse Volksschule oder Vorschule) am ersten Schultag zu gewähren.
 
ÖZV-Präsidentin und die Verhandlungsleiterin der Arbeitgeberseite Claudia Gradwohl: „Der Abschluss, der einerseits auf die besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen Rücksicht nimmt, und andererseits die aktuellen Herausforderungen wie steigende Papier- und Energiepreise berücksichtigt, kann als wirtschaftlich und sozial verträglich gewertet werden. Ich danke den Vertretern der Arbeitnehmerseite für das überaus konstruktive und sozialpartnerschaftliche Verhandlungsklima in einer so schwierigen Zeit für Österreichs Zeitschriften und Fachmagazine.“
 
„Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in der Branche ist der Abschluss Ausdruck einer verantwortungsvollen sozialpartnerschaftlichen Kultur. Insbesondere freut uns, dass trotz schwieriger Zeiten mit der Dienstfreistellung am Einschulungstag des Kindes ein Signal des Miteinanders gesetzt wurde und die Branche damit für junge Eltern attraktiviert wurde“, so Alice Rienesl, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA