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News / "Faktencheck21" – APA startet Trainingsprogramm für Journalisten
Florian Schmidt, Verification Officer der APA. Foto: APA
11.01.2022   Journalismus
"Faktencheck21" – APA startet Trainingsprogramm für Journalisten
Das Projekt "Faktencheck21" bietet Workshops zu digitaler Recherche, Verifikation und Faktencheck - Aufbau von Faktencheck-Netzwerk in Österreich.

Wien - Die APA bietet Journalistinnen und Journalisten der österreichischen Medienbranche kostenlose Schulungen zu digitaler Recherche, Verifikation und Faktencheck an. In Kooperation mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird das in Deutschland erfolgreiche Schulungs-Projekt "Faktencheck21" auf Österreich ausgeweitet. Die Faktencheck-Teams der beiden Nachrichtenagenturen geben dabei einen Einblick in ihre Tools und Recherchearbeit.


 


"Fake News und Desinformation sind oft schwer zu erkennen und verbreiten sich gleichzeitig rasant. Im journalistischen Alltag fordern sie verstärkte Aufmerksamkeit. Sie zu finden, zu prüfen und aufzudecken, benötigt ein feines Sensorium und den kontinuierlichen Aufbau neuer Skills", sagt APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger. Mit dem Projekt "Faktencheck21" gebe die APA ihre Expertise an den österreichischen Medienmarkt weiter und biete Journalistinnen und Journalisten kostenlose Trainings an. "Wir wollen damit ein Faktencheck-Netzwerk in Österreich etablieren", so Bruckenberger.


 


Das Angebot richtet sich an APA-Kundinnen und -Kunden aus dem Medienbereich und umfasst zweitägige Schulungen mit limitierter Teilnehmerzahl. Das Projekt wird durch die Google News Initiative unterstützt und soll Medienhäusern die Möglichkeit geben, ihr Faktencheck-Know-how auszubauen oder eigene Faktencheck-Teams zu etablieren.


 


In Digital-Workshops berichten die Faktencheck-Teams von APA und dpa über ihre aktuellen Arbeitstechniken sowie Tipps und Tricks, die eine schnelle und erfolgreiche Verifizierung von Informationen ermöglichen. Teilnehmende erhalten zudem exklusiven Zugang zu einer digitalen Lernplattform, auf der das Erlernte mit Videos und interaktiven Übungen wiederholt und gefestigt werden kann. Darüber hinaus werden die Journalistinnen und Journalisten eingeladen, sich über eine eigene Plattform zu Suchtechniken und Verifizierungsaufgaben im Arbeitsalltag auszutauschen.


2021 brachte die Deutsche Presse-Agentur im Rahmen des Projekts "Faktencheck21" Medienhäusern in ganz Deutschland entscheidende Arbeitstechniken näher, die Redaktionen jeder Größe neben der journalistischen Routinearbeit tiefgehende Faktenchecks ermöglichen. Durch eine Ausweitung des Projekts und eine intensive Zusammenarbeit der beiden Nachrichtenagenturen können derartige Schulungen nun auch in Österreich angeboten werden.


 


"Dem Thema Falschinformation begegnet man am besten in Teamarbeit, ständiger Austausch über aktuelle Entwicklungen ist essenziell. Mit 'Faktencheck21 Österreich' wollen wir die Kompetenz im Kampf gegen Desinformation ausbauen und stärken - unser Ziel ist dabei auch die langfristige Vernetzung von Redaktionen", so Florian Schmidt, Verification Officer der APA. Schmidt leitet die Workshops gemeinsam mit dem dpa-Faktenchecker und Social-Media-Trainer Jan Ludwig.


Die Faktencheck-Teams von APA und dpa zählen zu nur drei Faktencheck-Units, die im deutschsprachigen Raum vom International Fact-Checking Network (IFCN) lizenziert wurden.


 


Nähere Informationen zu den Workshops: faktencheck@apa.at