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Ulla Kramar-Schmid
21.04.2022   Vermischtes
Wie definieren Sie Erfolg im Investigativen, Frau Kramar-Schmid?
Lässt sich Erfolg planen? Verändert er den Charakter? Wie Ulla Kramar-Schmid, Florian Klenk, Corinna Milborn und Melisa Erkurt über Erfolg denken.
Salzburg – Lässt sich Erfolg planen? Verändert er den Charakter? Und hängt Erfolg in unserer Branche von der sozialen Herkunft ab? „Österreichs Journalist:in“ hat sich unter Journalistinnen und Journalisten umgehört. Unter anderem bei „ZIB 2“-Investigativjournalistin Ulla Kramar-Schmid.
 
Wie definieren Sie Erfolg im Investigativen?
Ulla Kramar-Schmid: Die Verbündete der Korruption ist die Intransparenz. Investigativer Journalismus heißt folgerichtig, hinter die Kulissen zu schauen: parteipolitische Floskeln, tagesaktuelle Scharmützel, aufwendige Inszenierungen ignorieren und sich vielmehr der Frage widmen, warum welche Entscheidungen getroffen wurden, und ob die Entscheider sich auch im rechtlichen Rahmen bewegt haben. Eben: Transparenz schaffen.
 
Der Erfolg investigativen Journalismus misst sich nicht an der Zahl der Rücktritte, Anklagen und/oder Verurteilungen, die einer Aufdeckung folgen – dafür sind in einer Demokratie und einem Rechtsstaat andere Instanzen zuständig. Der Erfolg von investigativem Journalismus misst sich daran, ob er es schafft, Zuseherinnen, Leserinnen und Hörer für die Vorgänge zu sensibilisieren, zu interessieren, sie mitzunehmen, sie zu kritischen Beobachtern der Vorgänge zu machen. Und daran, ob einer Aufdeckung gesetzliche Transparenzoffensiven folgen.
 
Wie Corinna Milborn, Florian Klenk und Melisa Erkurt über Erfolg denken.
 
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