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News / Journalismus Nachwuchspreis der FHWien der WKW vergeben
Einige Preisträger und Jurymitglieder (Foto: Markus Hechenberger)
06.10.2022   Journalistenpreise
Journalismus Nachwuchspreis der FHWien der WKW vergeben
Unter den Ausgezeichneten sind Franciska Rhomberg und Simon Baumberger.
Wien - Der Journalismus Nachwuchspreis der FHWien der WKW ging heuer an acht Talente. Er wurde in den Kategorien Radio & Audio, TV & Video, Text, Multimedia und Beste Abschlussarbeit vergeben. 
 
Der Journalismus Nachwuchspreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung unterstützen die FHWien der WKW und ihr Ausbildungssender Radio Radieschen Studierende und Absolventinnen und Absolventen beim Berufseinstieg und bieten ihnen eine Plattform, um sich der Branche sowie einem größeren Publikum zu präsentieren. Zum ersten Mal wurde der Preis auch für Nachwuchs-Journalistinnen und Journalisten geöffnet, die nicht an der FHWien der WKW studiert haben.
 
In der Kategorie Radio & Audio ging der Preis an „Sternenkinder – Wenn Babys sterben, bevor sie gelebt haben“ von Ursi Zaiser. Der Beitrag gibt auf sensible und einfühlsame Weise Einblicke in das Leben einer Mutter, die zwei stille Geburten durchgemacht hat, so das Juryurteil. Er wurde dramaturgisch optimal umgesetzt und erzählt in ruhigem Duktus vom Alltag der betroffenen Familie.
In der Kategorie TV & Video gewann „Normal ist, verschieden zu sein“ von Chiara Repolusk und Florian Pirnbacher über eine Frau, die mit Trisomie 21 im Sekretariat des Evangelischen Gymnasiums in Wien-Simmering arbeitet. Der Beitrag begleitet die junge Frau im Arbeitsalltag und zeigt eindrucksvoll, wie Integration und Inklusion in der Berufswelt funktionieren können.
 
In der Kategorie Text gewann „Hanfansage“ von Franciska Rhomberg. Der Artikel, erschienen in DATUM, behandelt den Cannabiskonsum ohne Vorurteile. Ein psychotischer junger Mann, ein verurteilter Dealer, ein durch Cannabis in eine Angststörung gerutschter Schüler und eine junge Frau, für die Kiffen ein Selbstheilmittel ist, erzählen ihre Geschichte. Auch Fachleute für Suchtprävention kommen zu Wort.
 
In der Kategorie Multimedia erhielt „Im Unruhestand“ von Michael Schön und Sebastian Stainer den Preis. Die interaktive Multimedia-Reportage thematisiert Wahlverhalten, Altersarmut und Überalterung anhand dreier außergewöhnlicher Porträts. Drei PensionistInnen erzählen, warum sie sich gesellschaftspolitisch engagieren. Die Porträts überzeugen mit einer sehr guten Umsetzung.
Die Kategorie Beste Abschlussarbeit entschied Frederik Hocke mit „Gewalttätig zur vierten Gewalt“ für sich. Die multimediale Praxisarbeit beleuchtet die Rolle von Journalistinnen und Journalistien in einer Demokratie und schildert, wie Gewalt gegen Medienvertreterinnen und Medienvertreter auf Corona-Demonstrationen die Berichterstattung gefährdet. Interviews mit betroffenen JournalistInnen offenbaren eine wachsende Bedrohung für den freien Journalismus.
 
Den Sonderpreis Radio Radieschen erhielt „Wann Satire zu Journalismus wird – journalistische Komponenten in politischen Satire-TV-Formaten in Österreich und Deutschland“ von Simon Baumberger. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit satirische TV-Formate in Österreich und Deutschland Journalismus sind. Zu Wort kommen die Satiriker Peter Klien und Fritz Jergitsch, der Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell sowie die Journalisten Stefan Galoppi und Florian Skrabal.
 
Alle prämierten Beiträge sind im Online-Magazin Journalismus studieren des Studienbereichs Journalism & Media Management der FHWien der WKW veröffentlicht.


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