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Rainer Nowak (Foto: Die Presse)
04.11.2022   News
Redakteursausschuss der „Presse“ ruft zur Versammlung auf
Am Montag will man innerhalb der Redaktion mit Chefredakteur Rainer Nowak über seine Chats mit Thomas Schmid sprechen.
Wien - Auf eine „rote Linie“, die überschritten wurde, verweist der Redakteursausschuss der Tageszeitung „Die Presse“ nach Bekanntwerden der jüngsten Vorwürfe gegenüber Chefredakteur Rainer Nowak. Mit einem Schreiben ruft man die Redaktionsmitglieder nun auf, sich am Gespräch zu beteiligen: „Die kürzlich bekannt gewordenen Chats unseres Chefredakteurs haben für teils schwere Irritationen innerhalb der Redaktion gesorgt. Das zeigen die Reaktionen, die an den Redaktionsausschuss herangetragen wurden“, heißt es in dem Brief. Und weiter: 
„Im Namen des Redaktionsausschusses möchten wir betonen, dass die rote Linie selbstverständlich nicht erst mit strafrechtlich relevanten Handlungen überschritten wird und journalistische Kontakte mit politischen Entscheidungsträgern keinesfalls zur Durchsetzung etwaiger Eigeninteressen verwendet werden dürfen. Insbesondere darf die Berichterstattung unserer Zeitung durch nichts anderes geprägt sein als durch journalistische Einschätzungen. Wie im Redaktionsstatut festgehalten, sind journalistische Freiheit und Unabhängigkeit, insbesondere von politischen Parteien, sowie die Einhaltung der journalistischen Standespflichten gegenüber unseren Lesern, die obersten Prinzipien für die Arbeit der „Presse“-Redaktion.“
 
Am kommenden Montag lädt man zu einer Redaktionsversammlung ein. Dabei werde es auch möglich sein, Chefredakteur Rainer Nowak direkt mit Fragen, Anmerkungen und Kritik zu konfrontieren. Es wird Redakteuren und Redakteurinnen aber auch angeboten, Fragen und Anmerkungen an den Redakteursausschuss heranzutragen, um sie anonymisiert in die Diskussion einzubringen.


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