Sieben preisgekrönte Beiträge rücken Kinderrechte ins Licht.
Wien - Im Bundeskanzleramt sind vergangene Woche die Plan Medienpreise für Kinderrechte der Jahrgänge 2024 und 2025 zusammen vergeben worden. Sieben journalistische Arbeiten wurden mit insgesamt 12.000 Euro prämiert – allesamt Beiträge, die Kindern eine Stimme geben und Missstände sichtbar machen.
Angesichts zahlreicher herausragender Einreichungen entschied sich die Jury ausnahmsweise, vier Beiträge auszuzeichnen. Der erste Preis 2024 ging an Andrea Eder für ihren ORF-Film
„Pflegende Kinder“, der den Alltag von Kindern zeigt, die Verantwortung für ihre Familien übernehmen.
Die Jury über den Gewinnerbeitrag: „‚Pflegende Kinder‘ erzählt mit großer Sensibilität von einer außergewöhnlichen Form der Eltern-Kind-Beziehung – von Familien, in denen Kinder Verantwortung tragen, wo eigentlich die Eltern stark sein sollten. Es ist ein Beitrag über Schmerz und Mut, über Last und Liebe, und über jene stillen Orte familiären Lebens, an denen gängige Vorstellungen von Kinderrechten an ihre Grenzen kommen.“
Den zweiten Preis 2024 erhielt Thomas Winkelmüller („Datum“) für seinen Beitrag
„Die Türöffner“. Den dritten Platz 2024 teilen sich Michaela Haas („tageins“) mit
„Schreib, was du nicht sagen kannst“ und Nadja Kupsa („Der Standard“) mit
„Eine Mama in der Krise“.
Der 1. Preis 2025 ging an Barbara Schechtner („Die Presse“) für ihren Beitrag
„Australiens geraubte Kinder“, der das Schicksal indigener Kinder der sogenannten „Stolen Generation“ thematisiert und auf historisches Unrecht aufmerksam macht. Die Jury kommentierte: „Der Artikel überzeugt durch die gelungene Verbindung von persönlichen Geschichten und fundierten Fakten. Besonders eindrucksvoll ist die Schilderung der ‚Stolen Generation‘ und die Warnung vor einer möglichen Wiederholung dieses Phänomens. Barbara Schechtner macht durch ihre umfassend recherchierte und verständlich aufbereitete Arbeit ein bislang wenig beachtetes Thema und die Schicksale betroffener Kinder greifbar.“
Den zweiten Preis 2025 erhielt Zoran Dobric (ORF) für seinen Film
„Kinder ohne Zukunft“. Mit dem driten Platz 2025 wurden Lisa Breit und Bernadette Redl („Der Standard“) für ihren Artikel
„Wo sind all die Pflegeeltern, die wir in Österreich brauchen?“ ausgezeichnet. Die Jury bestand aus Maria Scholl, Patricia Pawlicki, Gerald Grünberger, Tarek Leitner, Rudi Klausnitzer sowie der Preisträgerin respektive dem Preisträger des Vorjahres.
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