Die Organisation zeigt in Wien warnende Eindrücke aus Konflikt- und Krisengebieten in Bildern.
Wien - Was bedeutet es für die Welt von morgen, wenn Kriege und Konflikte diese heute prägen und Journalismus und Pressefotografie vor großen Herausforderungen stehen, die Krisen unserer Zeit vor Ort zu dokumentieren und zu analysieren? Dieser Frage widmet sich erstmals auch in Österreich eine Fotoausstellung anlässlich des vierzigjährigen Bestehens der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF), die 1985 in Frankreich gegründet wurde. Eröffnung ist am Donnerstag, 15. Jänner 2026, um 18.00 Uhr im Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, das zugleich Kooperationspartner ist.
„In einer Zeit, in der die Pressefreiheit zunehmend bedroht ist“, erklärt Martin Wassermair als Generalsekretär der österreichischen Sektion, „möchten auch wir all den Medienschaffenden in Konflikt- und Kriegsgebieten Tribut zollen, die immer wieder große Risiken eingehen, um uns auf dem Laufenden zu halten.“ Die Fotoausstellung präsentiert Perspektiven von Fotografinnen und Fotografen aus 40 verschiedenen Ländern. Sie alle zeigen eine Welt im Umbruch und fokussieren auf die drei großen Themen Umwelt, Exil und Krisen. Die ausgewählten Arbeiten verweisen auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, begleiten Menschen auf der Flucht aus ihrer Heimat oder berichten mitten aus Krisenregionen.
Fritz Hausjell, Präsident von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich, unterstreicht die Bedeutung der internationalen Ausstellung für Österreich: „Diese wertvollen Zeitdokumente decken Tatsachen auf und warnen in eindrücklicher Form vor gefährlichen Entwicklungen.“ Das Projekt „Fotografien der Welt von morgen“ erinnert daran, dass Schutz und Verteidigung des Journalismus vor allem auch eine Verteidigung des Rechts auf Information bedeutet. „Somit richten wir jetzt auch in Wien einen visuellen Appell an Politik und Gesellschaft für den enormen Stellenwert von Informationen aus mutigen, unabhängigen Quellen“, so Hausjell abschließend.
Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt von 16. Jänner bis 15. März 2026 jeweils Montag bis Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr in 1090 Wien, Währinger Straße 29, 7. Stock, zu sehen.
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