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News / Thriller zwischen Redaktion und PR
Johanna Hager (Foto: Kurier/Jürg Christandl)
09.03.2026   Vermischtes
Thriller zwischen Redaktion und PR
Mit ihrem Buch „Deadline. Wer bestimmt die Wahrheit?“ greifen Johanna Hager und Peter N. Thier das Spannungsfeld zwischen Journalismus und Unternehmenskommunikation auf. Im Interview spricht Hager über reale Entwicklungen im Medienbetrieb – und darüber, wer heute die Deutungshoheit hat.
Wien – „Kurier“-Innenpolitikchefin Johanna Hager hat gemeinsam mit Peter N. Thier (Kommunikationschef der ÖBB) den Medien-Thriller „Deadline. Wer bestimmt die Wahrheit?“ geschrieben.
 
Der Roman erzählt von einer entlassenen Journalistin und einer aufstrebenden PR-Managerin – und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Redaktion, Unternehmenskommunikation und öffentlicher Wahrnehmung. Im „Journalist:in“-Interview spricht die Autorin über Realität und Fiktion im Medienbetrieb, über den Einfluss von PR – und darüber, wer am Ende bestimmt, was als Wahrheit gilt. Die drei wichtigsten Antworten im Interview:
 
Wer bestimmt in Ihrem Buch die Wahrheit – Journalismus, PR, Konzerne oder am Ende doch das Publikum?
Johanna Hager: Um mit einem Zitat aus dem Buch zu antworten: „Wahrheit ist eine Stichtagsbetrachtung.“
 
Wie viel Realität steckt in „Deadline“?
Viel – wiewohl alles Fiktion ist. Die Charaktere sind erfunden, aber: dass man wie Roxanne schnell Karriere machen oder den Arbeitsplatz wie die alte Anna F. verlieren kann, ist Realität. 2025 haben in Österreich über 1.000 Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit verloren. Erst jüngst wurde bekannt, dass die renommierte „Washington Post“ 37,5 Prozent des Personals streicht. Und das wird leider nicht aufhören.
 
Welche Mechanismen im Medienbetrieb halten Sie heute für besonders gefährlich?
Immer weniger Menschen haben ein Abonnement oder sind bereit, für journalistische Arbeit zu bezahlen, und anerkennen nicht, dass Journalismus ein Beruf ist, der einem Handwerk gleicht und auch Berufung ist.
 
Außerdem im Interview:
– Warum die beiden einen Medien-Thriller geschrieben haben.
– We viel Realität aus dem Journalismus im Roman steckt
– Welche Rolle PR heute in der Medienwelt spielt
– Warum das Verhältnis zwischen Redaktion und Kommunikation oft spannungsgeladen ist
 
Must-Reads in der aktuellen „Journalist:in“
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