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News / 12 Prompttechniken für bessere Texte: KI-Werkstatt für den Redaktionsalltag
Marcus Schwarze (Foto: Sascha Ditscher)
26.03.2026   Vermischtes
12 Prompttechniken für bessere Texte: KI-Werkstatt für den Redaktionsalltag
Die Werkstatt „KI für Grafiken und Texte“ von Marcus Schwarze zeigt Journalistinnen und Journalisten anhand von zwölf zentralen Prompttechniken, wie sie effizienter arbeiten, Fehler reduzieren und KI als verlässliches Werkzeug im Alltag nutzen können.
Salzburg – Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei: Künstliche Intelligenz kann journalistische Workflows heute spürbar effizienter machen – wenn man sie richtig einsetzt. In der Journalisten-Werkstatt „KI für Grafiken und Texte – Tools und Tipps für einen besseren Workflow“ zeigt Marcus Schwarze, wie sich mit klaren Prompts, verlässlichen Quellen und einfachen Tricks bessere Ergebnisse erzielen lassen. Ob beim Zusammenfassen von Dokumenten, beim Schreiben von Texten oder beim Erstellen von Grafiken: Wer versteht, wie KI „denkt“, kann sie gezielt nutzen – als Werkzeug, Prüfinstanz und sogar als Sparringspartner für den redaktionellen Alltag.
 
Ein zentraler Hebel für bessere Ergebnisse im Umgang mit KI ist die richtige Formulierung von Prompts. Welche Techniken sich dabei im redaktionellen Alltag bewährt haben, zeigt die folgende Übersicht:
 
DIE GÄNGIGSTEN PROMPTTECHNIKEN
Inzwischen haben sich verschiedene Prompttechniken für zielgenauere Ergebnisse etabliert. Die wichtigsten sind:
 
Rollenprompt: Man gibt dem Modell eine Rolle, zum Beispiel als Redakteurin, Jurist oder Datenanalystin. Anschließend legt man die Umstände fest, unter denen die KI arbeiten soll. Schließlich folgt das Thema mit weiteren Angaben zur gewünschten Länge und Tonlage. Beispiel: Agiere als Redakteurin. Schreibe sachlich, ohne Floskeln.
 
Kontextprompt: Hier gibt man der Maschine relevante Hintergrundinformationen: Zielgruppe, Zweck, Medium, vorhandene Fakten und Grenzen. So entstehen weniger Missverständnisse, weniger Rückfragen und weniger erfundene Annahmen.
 
Zielprompt: Er definiert, wann eine Antwort „fertig“ ist. Er legt Umfang, Tiefe, Ton und einen Nachweis fest. Das Modell optimiert seine Antwort stärker auf ein klares Ergebnis. 
 
Outputprompt: Der Prompt legt das Format und die Gliederung vorab fest. Das können Überschriften, Bulletpoints oder eine Tabelle sein.
 
Few-Shot-Prompt: Er enthält ein bis drei gute Beispiele, die das gewünschte Ergebnis veranschaulichen. 
 
Schritt-für-Schritt-Prompt: Er zerlegt eine komplexe Aufgabe in Teilaufgaben. So soll die Maschine beispielsweise einen Plan ausarbeiten, daraus einen Entwurf für die Lösung machen, das Ganze nach bestimmten Kriterien überarbeiten und am Schluss eine Endfassung vorlegen.
 
Rückfrageprompt: Damit zwingt man die KI dazu, bei Unklarheiten nachzuhaken. Das reduziert Halluzinationen und falsche Annahmen.
 
Verbotsprompt: Mit dieser Variante kann man der KI Grenzen und Limits setzen. Sie soll Spekulationen vermeiden, nichts erfinden, keine Zahlen ohne Quellen nennen. So erhält man kontrollierten Output.
Das Verbot, im Web zu suchen, wird oft als hilfreiches Instrument unterschätzt: Orientiere dich nur an den hochgeladenen drei Dokumenten. Erfinde nichts hinzu und hole dir keine Informationen aus dem Web. Die Maschine wendet dann ihr Weltwissen auf das bereitgestellte Spezialwissen aus den Dokumenten an, ohne zusätzliches Webmaterial zu suchen und hinzuzufügen.
 
Quellenprompt: Er wird nützlich bei Faktenfragen und verhindert eine scheinbare Gewissheit. So wird die KI gezwungen, stets eine Quelle für Behauptungen zu nennen und Unsicherheit zu kennzeichnen. 
 
Variantenprompt: Damit lassen sich zu einem Thema mehrere Versionen erstellen – mit unterschiedlichem Ton, anderer Länge oder für eine andere Zielgruppe. Auf diese Weise gelangt man schnell zu besseren Formulierungen. 
 
Kritikerprompt: Das versetzt die Maschine in die Rolle eines Redigierers. Das Modell soll einen vom Menschen bereitgestellten Text prüfen auf z. B. Logik, Lücken, Dopplungen, Stil und Klarheit. 
 
Goldener-Satz-Prompt: Er verhindert, dass die Maschine abschweift. In einem einzigen Satz legt man den Zweck und die Richtung fest.
 
Meta-Prompt: Damit optimiert die KI einen bereitgestellten, möglicherweise unklaren Prompt. 
 
Die Prompts im Detail und Beispiele dazu
 
KI für Grafiken und Texte – Tools und Tipps für einen besseren Workflow
– Wie sag ich’s meiner KI?
– Infografiken selbst gemacht
– Fehlerfallen finden
– Automatisiertes Redigieren
– Die KI für kleine Budgets
– Rechtliche Leitplanken
– Sechs goldene Regeln
Zur Journalisten-Werkstatt


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