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News / Zwischen KI-Müdigkeit und Undercover-Recherche: Medien Camp 2026 in Berlin
Gratis für Studierende, Volontäre und Trainees.
02.04.2026   Vermischtes
Zwischen KI-Müdigkeit und Undercover-Recherche: Medien Camp 2026 in Berlin
Vom wachsenden Überdruss an KI-Inhalten bis hin zu aufwendigen Undercover-Recherchen: Das Medien Camp von 23. bis 24. April bringt zentrale Debatten des Journalismus auf die Bühne. Im Fokus stehen investigative Praxis, digitale Tools und Perspektiven für den Nachwuchs.
Berlin – KI kann Texte schreiben, Bilder generieren und Videos produzieren – schnell, günstig und massenhaft. Doch genau das wird zunehmend zum Problem. Feeds sind voller Inhalte, die zwar perfekt wirken, aber oft austauschbar sind. Der Begriff „AI-Slop“ steht für diese Entwicklung und beschreibt einen Überfluss, der auch Misstrauen erzeugt.

Warum die KI-Euphorie Risse bekommt und weshalb gerade jetzt wieder mehr Wert auf Haltung und authentische Inhalte gelegt wird, erklären Sophie Peschke und Sarah Walz vom RedaktionsNetzwerk Deutschland beim Medien Camp 2026 am 24. April in der Berliner Kulturbrauerei.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf investigativem Journalismus: Die Journalistinnen Isabel Ströh und Isabell Beer (NDR, funk) berichten über eine Undercover-Recherche, die bundesweit Aufmerksamkeit erregt hat. Sie deckten ein Netzwerk mit Tausenden Nutzern auf, in dem sexualisierte Gewalt geplant, dokumentiert und verbreitet wurde. Beim Medien Camp geben sie Einblicke in ihre Recherchestrategien, sprechen über Risiken der Undercover-Arbeit und ziehen Bilanz aus der monatelangen Recherche. Ergänzend beleuchtet die aktuelle Ausgabe des „medium magazins“ die Hintergründe dieser Arbeit ausführlich.

Darüber hinaus widmet sich das Programm praxisnahen Fragen des Berufs: Der freie Journalist Marius Elfering spricht über den Einstieg in die Freiberuflichkeit, während Veronika Völlinger Werkzeuge für effiziente digitale Recherchen vorstellt.

Mit Blick auf die Branche diskutiert Pascal Biedenweg, Digitalchef von Funke Medien Berlin und der „Berliner Morgenpost“, aktuelle Entwicklungen im digitalen Journalismus. Ein Live-Podcast mit Olivia Samnick („medium magazin“, Bonjourno) ergänzt das Programm und richtet den Blick auf die Zukunft des Berufs.

Bereits am 23. April ist zudem eine Medientour geplant, die Einblicke hinter die Kulissen Berliner Medienhäuser ermöglichen soll. Weitere Details dazu sollen noch folgen.

Das Medien Camp richtet sich insbesondere an Studierende, Volontärinnen und Volontäre sowie Trainees. Für diese Zielgruppen ist die Teilnahme kostenfrei.
 
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