Please wait...
News / Deutschsprachige Verleger fordern klare Regeln für KI und Plattformen
21.04.2026   Vermischtes
Deutschsprachige Verleger fordern klare Regeln für KI und Plattformen
Die Verlegerverbände aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg haben ein gemeinsames Positionspapier beschlossen. Darin fordern sie eine Beschränkung der Macht von Plattformen und Grenzen für KI-generierte Inhalte.
Luxemburg (KNA) – Die Verlegerverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg fordern klare Rahmenbedingungen für den Umgang von Plattformen und Künstlicher Intelligenz mit journalistischen Inhalten. Die jetzt veröffentlichte „Erklärung von Luxemburg“ soll die Medienvielfalt und faire Wettbewerbsbedingungen garantieren und so die wirtschaftliche Basis unabhängiger Medien sichern.
 
„Wer den Informationsfluss kontrolliert, kontrolliert die Demokratie“, so Michelle Cloos, Generaldirektorin des „Tageblatt Luxemburg“. Diese Kontrolle dürfe nicht von digitalen Gatekeepern monopolisiert werden.
 
Die Verbände fordern in der Erklärung mehr Transparenz bei Algorithmen, Quellen und Rankinglogiken und bessere Möglichkeiten für Medienhäuser, die Rechte an ihren Inhalten durchzusetzen. Außerdem wollen sie eine verpflichtende Vergütung für die Nutzung journalistischer Inhalte durch Dritte und eine diskriminierungsfreie Auffindbarkeit journalistischer Angebote im Netz.
 
Plattformen sollen Journalismus mitfinanzieren
Zudem soll es klare Grenzen für KI-generierte Inhalte der marktbeherrschenden Plattformen geben. Die Erklärung kritisiert die marktverzerrenden Praktiken der Plattformen und fordert, dass sich diese künftig an der Finanzierung journalistischer Inhalte beteiligen.
 
Mit Blick auf das Recht auf Vergessen dürfe es zudem nicht zur „Umschreibung der Geschichte“ kommen. Journalistische Archive müssen insbesondere bei Themen von öffentlichem Interesse vollständig erhalten bleiben.
 
An der „Luxemburger Erklärung“ sind neben der Editpress aus Luxemburg der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) aus Deutschland, der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) beteiligt.


Sie möchten aktuelle Medien-News und Stories lesen und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Österreich informieren? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen Newsletter
 
Sie haben Personalnews in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder Ihnen ist in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen wollen? Mailen Sie die Infos bitte an redaktion@journalistin.at
 
Die wichtigsten News der Branche. Die aktuellsten Jobangebote. Jetzt Newsletter abonnieren.