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News / Wie die „Zeit“ trotz Stolpersteinen KI-Kompetenz aufbaut
Laura Seiffe (Foto: Julia Herzsprung)
11.05.2026   Vermischtes
Wie die „Zeit“ trotz Stolpersteinen KI-Kompetenz aufbaut
Beim European Publishing Congress 2026 in Wien erklärt Laura Seiffe von der Zeit-Verlagsgruppe, warum erfolgreiche KI-Transformation nicht nur von Technologie abhängt – sondern vor allem von den Menschen im Unternehmen.
Wien – Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus – doch erfolgreiche Transformation entscheidet sich nicht allein an der Technologie. Beim European Publishing Congress 2026 von 17. und 18. Juni in Wien zeigt die „Zeit“ Verlagsgruppe, warum Akzeptanz, Weiterbildung und kultureller Wandel entscheidend sind, damit KI in Redaktionen und Medienunternehmen tatsächlich Wirkung entfalten kann.
 
Die Einführung von KI in Medienhäusern ist längst mehr als ein technisches Zukunftsprojekt. Immer deutlicher zeigt sich: Neue Technologien entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie verstehen, akzeptieren und aktiv nutzen wollen. Genau diesen Ansatz verfolgt die „Zeit“ Verlagsgruppe.
 
Laura Seiffe, KI-Projektmanagerin im Business Development der „Zeit“ Verlagsgruppe, berichtet dort über die Erfahrungen des Hauses auf dem Weg zur KI-fähigen Organisation. Dabei gehe es nicht allein um Tools und technische Innovationen, sondern vor allem um die Frage, wie sich ein Unternehmen kulturell auf den Wandel vorbereitet.
 
„Die KI-Transformation wird bei der ,Zeit‘ als kultureller Wandel verstanden“, heißt es aus dem Unternehmen. Im Fokus stehen Haltung, Transparenz und gemeinsames Lernen. Workshops, Dialogformate und praxisnahe Impulse sollen Berührungsängste abbauen und Mitarbeitenden ermöglichen, KI im journalistischen Alltag konkret zu erleben.
 
Seiffe begleitet seit 2024 den unternehmensweiten Transformationsprozess der „Zeit“. Zuvor arbeitete sie in der KI-Forschung sowie in der Start-up-Szene. Ihre Erfahrungen fließen nun in Strategien ein, die technologische Innovation mit journalistischer Verantwortung und nutzerorientierter Produktentwicklung verbinden sollen.
 
Dass der Wandel nicht ohne Herausforderungen verläuft, verschweigt die „Zeit“ dabei nicht. Stolpersteine habe es vor allem dort gegeben, wo Unsicherheit und fehlendes Verständnis den Einsatz neuer Technologien erschwerten. Entscheidend sei deshalb eine enge Verzahnung von Strategie, Kommunikation und Weiterbildung.
 
Qualität und Glaubwürdigkeit
Der European Publishing Congress 2026 greift damit eines der zentralen Themen der Medienbranche auf: Wie können Verlagshäuser KI sinnvoll integrieren, ohne journalistische Qualität und Glaubwürdigkeit zu gefährden? Mehr als 40 internationale Speaker präsentieren dazu in Wien aktuelle KI-Strategien und Praxisbeispiele aus Europa und den USA.
 
Zu den weiteren Vortragenden zählen unter anderem Ole Reißmann, Marcel Semmler, Daniel Böcking, Dennis Bappert, Thomas Düffert, Chris Guse, Pascal Biedenweg sowie Olaf Gersemann.


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