Die Journalisten werden für ihren Bericht „Körperliche Gewalt war gang und gäbe“ über strukturelle Gewalt und Machtmissbrauch bei SOS-Kinderdorf ausgezeichnet.
Wien - Die im „Falter“ veröffentlichte investigative Recherche von Jürgen Klatzer und Matthias Winterer wird mit dem Claus-Gatterer-Preis ausgezeichnet. Sie stehe, so die Begründung, „exemplarisch für einen Journalismus im Sinne Claus Gatterers: präzise, mutig und den Schwächsten der Gesellschaft verpflichtet. Mit ihrer außergewöhnlichen Leistung machten die beiden Journalisten psychische, physische und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in staatlicher Fürsorge sichtbar und setzten politische und institutionelle Aufarbeitungsprozesse in Gang. Vor allem aber gaben sie den Opfern, die zu lange ungehört geblieben waren, endlich eine Stimme.“ Damit erfüllt diese Arbeit in eindrucksvoller Weise das journalistische Leitmotiv von Claus Gatterer: „Im Zweifel auf Seiten der Schwachen”.
Klatzer und Winterer sind übrigens auch die „Journalisten des Jahres“ 2025 von „Österreichs Journalist:in“, auch diesen Preis bekommen Sie in den nächsten Wochen überreicht.
Der mit 10.000 Euro dotierte Claus-Gatterer-Preis ist dem Südtiroler Journalisten, Historiker, Schriftsteller und Dokumentarfilmer Claus Gatterer gewidmet. Sie wird seit 2021 vom Presseclub Concordia und der Michael Gaismair Gesellschaft Bozen verliehen, von der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol gestiftet und von der Gemeinde Sexten unterstützt. Die Jurymitglieder 2026 waren Kurt Langbein (Jurysprecher), Christoph Franceschini, Thomas Hanifle, Nina Horaczek, Franz Kössler, Sahel Zarinfard, und die Vorjahrespreisträgerin Julia Herrnböck. Die Gatterer-Auszeichnung wird am 3. Juni 2026 gemeinsam mit dem CLAUS-Schülerpreis in Claus Gatterers Heimatgemeinde Sexten verliehen.
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