Mit dem Ex-ProSiebenSat.1Puls4-Manager bewirbt sich ein weiterer prominenter Medienmanager. Als Favorit gilt weiterhin APA-Chef Clemens Pig, der seine Kandidatur bislang jedoch nicht offiziell erklärt hat.
Wien – Die Bewerberliste für die ORF-Generaldirektion wächst weiter. Heute, Freitag, kündigte der frühere ProSiebenSat.1Puls4-Manager Markus Breitenecker seine Kandidatur in einem Video auf LinkedIn an. Der 57-Jährige positioniert sich darin für einen „souveränen und starken ORF“ und warnt vor einer Bedrohung der Medienvielfalt in Österreich.
Breitenecker verweist auf mehr als 30 Jahre Erfahrung im Fernsehgeschäft, unter anderem als Gründer von Puls 4 sowie als früherer Vorstand des deutschen Medienkonzerns ProSiebenSat.1 Media SE. Dort verantwortete er zuletzt unter anderem Streaming, Digitalstrategie, Technologie und KI. Nach der Übernahme des Unternehmens durch den italienischen Medienkonzern MFE schied er 2025 aus dem Vorstand aus.
Als aussichtsreicher Kandidat gilt weiterhin APA-CEO Clemens Pig. Der langjährige Chef der Nachrichtenagentur APA präsentierte am Donnerstag bei einer Medienkonferenz in Tirol Grundzüge seiner Vorstellungen für den ORF, ohne seine Bewerbung offiziell bekanntzugeben. Pig wird von der ÖVP unterstützt, die laut Berichten im Rahmen eines informellen Koalitionsdeals mit der SPÖ das Vorschlagsrecht für die Position erhalten haben soll.
Bereits am Dienstag hatte ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer ihre Bewerbung öffentlich gemacht. Sie war damit die erste Kandidatin, die offiziell ihren Anspruch auf die Nachfolge an der ORF-Spitze anmeldete. Mit weiteren Bewerbungen wird gerechnet.
Die Ausschreibung für die ORF-Generaldirektion ab 2027 wurde Ende April veröffentlicht. Die Entscheidung trifft der ORF-Stiftungsrat.
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