Wien - Erstmalig sind es zwei statt einer: Jürgen Klatzer und Matthias Winterer sind die „Journalisten des Jahres“ 2025 in Österreich. Die SOS-Kinderdorf-Aufdecker wurden für ihre journalistischen Leistungen von einer Fachjury der „Journalist:in“ auf Platz 1 gewählt. „Die beiden ,Falter‘-Journalisten sind einer der wichtigsten Geschichten des Jahres auf den Grund gegangen“ und „Wer sonst?“, lauten Jurystimmen.
Nun nahmen die beiden im ORF-Zentrum beim alljährlichen „Journalist:in“-Branchentreffen ihre Ehrungen entgegen. Ulla Kramar-Schmid hielt die Laudatio auf Winterer und Klatzer. Diese machen „Themen wichtig, sind aber keine Wichtigmacher“, sagte sie.
Die Auszeichnung für das Lebenswerk erhielt Hubert Gaisbauer. Er war einst Mitgestalter der „Ö3-Musicbox“ und Gründer von „Menschenbilder“ sowie Leiter der ORF-Religionsabteilung und prägende Figur des ORF-Rundfunks. Er wurde von mehreren „geistigen Kindern“, darunter Barbara Rett, Alfred Treiber und Wolfgang Hübsch, als „Ermöglicher und Horizonterweiterer“ geehrt. Er selbst nannte seine Arbeit „stets Dienst am Wort.“
Medienmanager des Jahres wurde Stefan Lassnig von Missing Link Media, er wurde von Michael Nikbakhsh als „ein Medienmanager, der mit jedem Arbeitsschritt des Medienprodukts vertraut ist“, bezeichnet - und als einer, der „unabhängigen Journalismus lebt“.
Auch zahlreiche weitere Preisträger waren ins ORF-Zentrum gekommen, um ihre Ehrungen entgegen zu nehmen, darunter Katharina Schell, APA, ausgezeichnet als Chefredakteurin des Jahres. Im Bereich Wirtschaft wurde Markus Zottler, „Kleine Zeitung“, geehrt. Als Medienjournalist des Jahres wurde Peter Plaikner ausgezeichnet. Sportjournalistin des Jahres wurde Kristina Inhof, ORF, Unterhaltungsjournalist des Jahres Fritz Jergitsch, „Tagespresse“. Im Bereich Chronik gewann Köksal Baltaci, „Presse“. Aufgefallen war laut Ranking Eva Sager, „Wiener Zeitung“. Sonderpreise gingen an Gerhard Mangott, Gerald Karner, Judith Kohlenberger und Ben Segenreich sowie Christoph Silber.
Auch einige der „Local Heroes“ 2025 kamen ins ORF-Zentrum, geehrt für ihren Einsatz in den Bundesländern.
Der ORF wurde zur „Redaktion des Jahres“ gewählt. Im ORF-Zentrum zu feiern, sei, so Gastgeber Johann Oberauer, ein Signal dafür, dass dort auch „in Zeiten von Missständen herausragender Journalismus gemacht“ werde. Generaldirektorin Ingrid Thurnher sprach von „Monaten, die für den ORF nicht leicht waren“, sie unterstrich aber klar: „Der ORF ist nicht käuflich und kein Spielball der Politik.“ Zurufe, wer welche Posten im ORF übernehmen solle, seien zuletzt häufig geworden und höre sie nicht gerne, sie wolle sich darauf konzentrieren, dass der ORF dem Publikum gehört.
Und auch die „Hidden Stars“ wurden vor den Vorhang geholt, als solche hatte „Österreichs Journalist:in“ wichtige Kräfte der Redaktionen geehrt, die normalerweise im Hintergrund agieren. Für diese Kategorie werden übrigens schon gerne wieder Nominierungen entgegen genommen unter redaktion@journalistin.at
Hier geht es zu den Fotos des Abends.
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