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News / Vom Chatbot zum Redaktionswerkzeug: „Spiegel“ stellt KI-Ansätze vor
Ole Reißmann (Foto: Anna Dittrich/DER SPIEGEL)
01.06.2026   Vermischtes
Vom Chatbot zum Redaktionswerkzeug: „Spiegel“ stellt KI-Ansätze vor
Wie sich der „Spiegel“ auf eine Zukunft vorbereiten, erläutert Ole Reißmann auf dem European Publishing Congress in Wien. Die Veranstaltung am 17. und 18. Juni widmet sich den Folgen der KI für Journalismus, Organisation und Geschäftsmodelle von Medienhäusern.
Wien – Wie ein Verlag seine Mitarbeiter an Künstliche Intelligenz heranführt und erste Anwendungen in den Redaktionsalltag integriert, erläutert Ole Reißmann, Leiter KI beim Spiegel-Verlag, auf dem European Publishing Congress. Der Medienmanager will zeigen, wie sich der Verlag auf eine Zukunft vorbereitet, in der KI zunehmend Aufgaben und Prozesse übernimmt.
 
Der European Publishing Congress findet am 17. und 18. Juni im Palais Niederösterreich in Wien statt. Zu der Veranstaltung werden Führungskräfte, Chefredakteure und Digitalexperten aus europäischen Medienhäusern erwartet. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Künstliche Intelligenz, digitale Transformation, Geschäftsmodelle, Content-Strategien und Produktentwicklung.
 
Transformationsprozess bei der „Zeit“
Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit der organisatorischen Einführung von KI in Medienunternehmen. Laura Seiffe, KI-Projektmanagerin der ZEIT Verlagsgruppe, berichtet über den unternehmensweiten Transformationsprozess des Verlags. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, wie Mitarbeiter für den Umgang mit KI qualifiziert werden können und wie technologische Veränderungen innerhalb einer Redaktion vermittelt werden.
 
Eigene Ki-Infrastruktur
Einen anderen Ansatz präsentiert Peter Stuart, Gründer der britischen Fachpublikation Velora Cycling. Er stellt ein Medienprojekt vor, das von Beginn an auf einer eigens entwickelten KI-Infrastruktur aufgebaut wurde. Das System bündelt nach seinen Angaben Nachrichtenrecherche, Verifizierung, Produktion und Verbreitung von Inhalten in einem integrierten Workflow. Ziel sei es, journalistische Ressourcen für originäre Recherchen freizusetzen.
 
Neben den KI-Schwerpunkten widmet sich der Kongress weiteren Fragen der Medienentwicklung. Diskutiert werden unter anderem neue Erlösmodelle, Datenstrategien, Design, digitale Produkte sowie die Zukunft des Journalismus in einem sich wandelnden Medienmarkt.
 
Alles über den Congress


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