Was der Digital News Report 2026 ergeben hat.
Wien/Salzburg - Die Nachrichtennutzung in Österreich befindet sich in einem Wandel. Dies geht aus den aktuellen Detailergebnissen des
Digital News Report 2026 für Österreich hervor, die der Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg als nationaler Kooperationspartner des Reuters Institute for the Study of Journalism (University of Oxford) vorgelegt hat. Der Erhebung liegt eine Online-Befragung von 2.025 Personen ab 18 Jahren zugrunde.
Klassische Fernsehnachrichten bleiben in der Gesamtbevölkerung bleiben mit 29,7 Prozent die meistgenannte Hauptnachrichtenquelle. An zweiter Stelle folgen soziale Medien (18,3 Prozent), welche Radio-Nachrichten (13,3 Prozent) sowie die Websites und Apps von Tageszeitungen (12,7 Prozent) hinter sich lassen.
Der Aussage „Den meisten Nachrichten kann man die meiste Zeit über vertrauen“ stimmen laut Studie heuer 39,3 Prozent zu - das ist nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil ablehnender Antworten ist mit 29,0 Prozent konstant. „Damit setzt sich der in den Vorjahren beobachtete Vertrauensverfall nicht weiter fort, sondern weicht einer Stabilisierung auf historisch moderatem Niveau“, heißt es vonseiten der Studien-Erstellenden. Eine altersdifferenzierte Betrachtung zeigt zudem, dass das Vertrauen in der jüngsten Befragten (18 bis 24 Jahre) gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat.
Darüber hinaus dokumentiert die Erhebung weitere Entwicklungen, die den Strukturwandel der Nachrichtennutzung präzisieren, darunter die zunehmende Bedeutung sozialer Medien bei den Jüngeren. Auch Künstliche Intelligenz als Vertrauensobjekt wurde untersucht: Rund ein Viertel der unter 35-Jährigen bringt nachrichtlichen Inhalten aus KI-Chatbots Vertrauen entgegen, während der Anteil, der KI-Chatbots als Hauptnachrichtenquelle nennt, mit unter einem Prozent marginal bleibt.
Rückläufig entwickelt sich die Zahlungsbereitschaft: Der Anteil der Befragten, die in den vorangegangenen zwölf Monaten für Online-Nachrichten bezahlt haben, sinkt von 22,0 auf 16,1 Prozent. Die aktive Nachrichtenvermeidung verharrt mit 71,1 Prozent auf hohem Niveau.
Der Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism (University of Oxford) ist die international vergleichend angelegte, fortlaufende Untersuchung zur Nachrichtennutzung. Die Erhebung umfasst 48 Länder mit insgesamt rund 100.000 Befragten; Österreich ist seit 2016 durchgängig Teil der Studie.
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