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Attila Albert
29.07.2026   Jobs
8 Tipps gegen Burn-out im Medienjob
Hoher Druck gehört zum Journalismus – Überlastung muss es nicht. Karrierecoach Attila Albert zeigt im Dossier „Balance statt Burn-out“, wie Führungskräfte und Medienschaffende mit acht praxiserprobten Tipps mehr Ausgleich finden und langfristig gesund bleiben.
Salzburg – Hoher Zeitdruck, permanente Erreichbarkeit und emotionale Belastungen gehören für viele Journalistinnen und Journalisten zum Berufsalltag. Trotz der Faszination des Berufs steigt das Risiko für Überlastung und Burn-out. Warum psychische Gesundheit in Redaktionen zunehmend zum Führungsthema wird und welche Strategien für mehr Balance sorgen, zeigt Karrierecoach Kolumnist Attila Albert im Dossier „Balance statt Burn-Out.“
 
Die gute Nachricht: Es gibt Wege, den hohen Anforderungen der Medienbranche dauerhaft gesund zu begegnen. Attila gibt acht konkrete Tipps, wie sich beruflicher Erfolg und persönliches Wohlbefinden besser in Einklang bringen lassen: 
 

1. Beruf und Karriere – Engagement flexibel gestalten


Während man sich den Berufsweg zu Beginn meist noch als linearen Aufstieg vorgestellt hat, stellt man später fest, dass er eher einer unregelmäßigen Wellenkurve ähnelt: Es geht nach oben (Beförderung) und gelegentlich wieder nach unten (Zurückstufung, Trennung), dazwischen geschieht phasenweise lange gar nichts (Karriereplateaus).


Häufige Herausforderung: Selten passt die aktuelle Karrierephase perfekt zur sonstigen Lebenssituation, sondern über- oder unterfordert einen gerade. Verteilungskonflikte sind dabei normal. Beispiel: Nach der Familiengründung fordern Partnerin oder Partner mehr Hilfe daheim, gleichzeitig braucht es wegen neuer Projekte im Job mehr Einsatz.


Empfehlung: Beruflich ruhigere Zeiten nutzen, um sich Lebensbereichen zu widmen, für die sonst Zeit und Kraft fehlen. So kann man vieles abdecken und ausgleichen. Beispiel: Stagniert es im Job gerade, sich endlich einer überfälligen Weiterbildung oder seiner Gesundheit widmen. Zudem: Externe Hilfe (Putzfrau, Nanny) nutzen.


 


2. Persönliche Entwicklung– Spezialisierung aufbauen


Es ist seit Langem der Standard, dass Medienprofis ein Hochschulstudium abgeschlossen haben. Allerdings hatte das Studienfach gerade bei Journalisten oft wenig mit ihrer späteren Tätigkeit zu tun und ist inhaltlich inzwischen veraltet. Spätere berufliche Weiterbildungen finden nicht selten nur auf Anwenderniveau statt (KI-Kurzkurs).


Häufige Herausforderung: Medienprofis sind ständig mit wirtschaftlichen, technologischen, organisatorischen bzw. methodischen Veränderungen (z. B. Themen-Teams statt Ressorts, Agilität) konfrontiert und müssen sich anpassen. Allerdings lassen die vielen Verpflichtungen nur wenig Zeit und Kraft für eine inhaltliche Vertiefung.


Empfehlung: Regelmäßig prüfen, ob der Bildungsgrad (Bachelor, Master) und die inhaltliche Kompetenz noch den heutigen Ansprüchen entsprechen. Mit mehrmonatigen berufsbegleitenden Weiterbildungen (z. B. CAS, MAS) lässt sich echte Kompetenz und Spezialisierung aufbauen. Business-Englisch und KI-Wissen sind zwingend.


 

3. Finanzen und Geld – Zurückhaltung beim Lebensstil


Die finanzielle Ausstattung einer Führungsposition kann, je nach Unternehmen, Stelle und Verhandlungsposition, sehr unterschiedlich aussehen. Allerdings können selbst gut bezahlte Medienprofis durch überzogene Konsumausgaben (z. B. teure Familienurlaube, Kind auf Privatschule im Ausland) und unbedachte Anlageentscheidungen in finanzielle Engpässe geraten.


Häufige Herausforderung: Es ist nicht garantiert, dass ein beruflicher Aufstieg automatisch zu einem entsprechenden Einkommenszuwachs führt. Das betrifft u. a. viele, die immer nur intern aufgestiegen sind. Zudem wachsen die Lebenshaltungskosten häufig schneller als die Einkommen, weil man Partnerin und Familie etwas bieten und seinen Erfolg genießen will.


Empfehlung: Regelmäßig überprüfen, ob das eigene Einkommen noch marktgerecht ist (z. B. anhand der Gehaltsreports, die „kress pro“ regelmäßig veröffentlicht). Oft ist ein Wechsel schon aus finanziellen Gründen überfällig. Daneben hilft ein zurückhaltender Lebensstil, der auch den anderen Familienmitgliedern den Wert von eigener Arbeit und Geld vermittelt.
 
4. Beziehung und Familie – Mehrfachbelastungen reduzieren
5. Freundschaften – Gemeinsame Erlebnisse schaffen
6. Gesundheit und Alter – Wöchentlich fest einplanen
7. Spaß und Lebensfreude – Auszeiten von den Problemen
8. Lebenssinn und Spiritualität – Den eigenen Weg finden
Zu den Tipps
 
Weitere Themen im Dossier „Balance statt Burn-Out.“
– Erfolg, weil die Arbeit nicht alles ist
– Führen heißt, sich auch helfen zu lassen
– So findet man den Ausgleich im Leben
– Häufige Hürden, machbare Auswege


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