1. Beruf und Karriere – Engagement flexibel gestalten
Während man sich den Berufsweg zu Beginn meist noch als linearen Aufstieg vorgestellt hat, stellt man später fest, dass er eher einer unregelmäßigen Wellenkurve ähnelt: Es geht nach oben (Beförderung) und gelegentlich wieder nach unten (Zurückstufung, Trennung), dazwischen geschieht phasenweise lange gar nichts (Karriereplateaus).
Häufige Herausforderung: Selten passt die aktuelle Karrierephase perfekt zur sonstigen Lebenssituation, sondern über- oder unterfordert einen gerade. Verteilungskonflikte sind dabei normal. Beispiel: Nach der Familiengründung fordern Partnerin oder Partner mehr Hilfe daheim, gleichzeitig braucht es wegen neuer Projekte im Job mehr Einsatz.
Empfehlung: Beruflich ruhigere Zeiten nutzen, um sich Lebensbereichen zu widmen, für die sonst Zeit und Kraft fehlen. So kann man vieles abdecken und ausgleichen. Beispiel: Stagniert es im Job gerade, sich endlich einer überfälligen Weiterbildung oder seiner Gesundheit widmen. Zudem: Externe Hilfe (Putzfrau, Nanny) nutzen.
2. Persönliche Entwicklung– Spezialisierung aufbauen
Es ist seit Langem der Standard, dass Medienprofis ein Hochschulstudium abgeschlossen haben. Allerdings hatte das Studienfach gerade bei Journalisten oft wenig mit ihrer späteren Tätigkeit zu tun und ist inhaltlich inzwischen veraltet. Spätere berufliche Weiterbildungen finden nicht selten nur auf Anwenderniveau statt (KI-Kurzkurs).
Häufige Herausforderung: Medienprofis sind ständig mit wirtschaftlichen, technologischen, organisatorischen bzw. methodischen Veränderungen (z. B. Themen-Teams statt Ressorts, Agilität) konfrontiert und müssen sich anpassen. Allerdings lassen die vielen Verpflichtungen nur wenig Zeit und Kraft für eine inhaltliche Vertiefung.
Empfehlung: Regelmäßig prüfen, ob der Bildungsgrad (Bachelor, Master) und die inhaltliche Kompetenz noch den heutigen Ansprüchen entsprechen. Mit mehrmonatigen berufsbegleitenden Weiterbildungen (z. B. CAS, MAS) lässt sich echte Kompetenz und Spezialisierung aufbauen. Business-Englisch und KI-Wissen sind zwingend.
3. Finanzen und Geld – Zurückhaltung beim Lebensstil
Die finanzielle Ausstattung einer Führungsposition kann, je nach Unternehmen, Stelle und Verhandlungsposition, sehr unterschiedlich aussehen. Allerdings können selbst gut bezahlte Medienprofis durch überzogene Konsumausgaben (z. B. teure Familienurlaube, Kind auf Privatschule im Ausland) und unbedachte Anlageentscheidungen in finanzielle Engpässe geraten.
Häufige Herausforderung: Es ist nicht garantiert, dass ein beruflicher Aufstieg automatisch zu einem entsprechenden Einkommenszuwachs führt. Das betrifft u. a. viele, die immer nur intern aufgestiegen sind. Zudem wachsen die Lebenshaltungskosten häufig schneller als die Einkommen, weil man Partnerin und Familie etwas bieten und seinen Erfolg genießen will.