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News / Lisa Gadenstätter: „Konstruktiver Journalismus wird zwar gewünscht, aber nicht geklickt“
Lisa Gadenstätter (Foto: ORF)
10.08.2026   Vermischtes
Lisa Gadenstätter: „Konstruktiver Journalismus wird zwar gewünscht, aber nicht geklickt“
Die ORF-Journalistin spricht in den SN über die Belastung durch Krisenberichterstattung und die Schwierigkeiten des konstruktiven Journalismus.
Wien – Krisen und Kriege bestimmen einen großen Teil der täglichen Berichterstattung. ORF-Journalistin Lisa Gadenstätter spricht über den damit verbundenen Druck und darüber, warum konstruktiver Journalismus ihrer Erfahrung nach beim Publikum weniger Aufmerksamkeit erhält.

Im Interview mit Hermann Fröschl für die „Salzburger Nachrichten“ sagt Gadenstätter:
„Ich fühle mich selbst oft wie in einer Achterbahn. Da hast du einen Looping geschafft und möchtest ein bisschen durchschnaufen. Doch da kommt schon der nächste Looping daher. Wir müssen über die negativen Ereignisse, die Krisen oder Kriege natürlich berichten, liefern dabei aber wohl zu wenig konstruktiven Journalismus, der auch Lösungswege und Perspektiven aufmacht. Ich weiß aber auch, dass das total schwierig ist, weil ich den konstruktiven Journalismus auch immer mal wieder versucht habe und dabei gescheitert bin. Da klicken deutlich weniger Menschen drauf. Es ist ein interessantes Phänomen, dass viele nach positiven Nachrichten rufen, aber dann nicht hin hinschauen, wenn sie sie geboten bekommen.“


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