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Jeanne Wellnitz (Foto: Rudolf Wichert)
20.08.2026   Vermischtes
Fünf Tipps für freie Journalistinnen und Journalisten zum perfekten Pitchen
Ein guter Themenvorschlag muss mehr sein als eine interessante Idee: Er muss zum Medium passen, eine konkrete Geschichte erzählen und einen klaren Mehrwert bieten, zeigt Jeanne Wellnitz.
Berlin – Wie pitcht man ein Thema so, dass eine Redaktion sofort erkennt, warum sie es veröffentlichen sollte? Jeanne Wellnitz zeigt im „medium magazin“, worauf freie Journalistinnen und Journalisten bei Themenvorschlägen achten sollten. Entscheidend sind vor allem ein konkreter, zum Medium passender Ansatz und ein klarer Mehrwert für die Redaktion. Dabei gibt es keine allgemeingültige Schablone: Redaktionen haben unterschiedliche Erwartungen und Produktionsweisen. Besonders hilfreich ist es, vor dem Pitch die richtige Ansprechperson, passende Rubriken, Zielgruppe und bisherige Berichterstattung zu kennen.
 
Aus den Erfahrungen von Redaktionen und freien Journalistinnen und Journalisten lassen sich dabei einige konkrete Regeln für den eigenen Themenvorschlag ableiten:

FÜNF TIPPS FÜR EINEN GELUNGENEN PITCH
1. Erschließe dir das Medium wirklich
Ein Pitch scheitert oft schon daran, dass die Redaktion merkt, wie wenig Zeit investiert wurde. Falscher Name, falsche Ansprache, austauschbares Thema. Zeige, dass du Tonalität, Zielgruppe und die inhaltlichen Linien des Mediums kennst. Lies das gedruckte Heft, lies die Texte, die zu deinem Thema auf der Website erschienen sind, und sprich gezielt die passenden Ansprechpersonen in den Ressorts an!

2. Verkaufe eine Story, keine Idee
Überlege dir genau, welche Geschichte du erzählen willst – aus welcher Perspektive, mit welchem Zugang. Entwickle also aus einer Idee („Ich würde gerne was über eine fast ausgestorbene Tierart schreiben“) eine konkrete Story („… dafür spreche ich mit dem Meeresbiologen Jorge Palma, der versucht, Seepferdchen zu retten“). Schicke außerdem nie mehr als zwei Vorschläge auf einmal.

3. Fasse dich kurz
Schreib deinen Küchenzuruf direkt in die Mail, schicke keinen PDF-Anhang mit, außer du hast vielleicht ein größeres Format entwickelt, für das du Marktanalyse und Kalkulation mitsenden willst. Bring dein Thema in rund drei Sätzen auf den Punkt, das gibt der Redaktion die Möglichkeit, schnell zu entscheiden. Bei komplexeren Themen: Erst ein kurzer Einstieg, dann eine längere Version mit mehr Tiefe. Feile an der Überschrift deines Pitches, als würde das Stück in einem Magazin erscheinen. Sie muss sitzen.

4. Zeig deinen Mehrwert
Redaktionen wollen wissen, was dein Pitch bietet, das sie selbst nicht leisten können. Frage dich darum: Was kannst du, was die Redaktion nicht kann? Ein exklusiver Zugang, eine besondere Expertise, ein eigener Blickwinkel. Überzeuge mit Referenzen.

5. Sei sorgfältig
Prüfe: Ist der Name korrekt? Ist es auch das richtige Medium, dem du schreibst? Sind alle Tippfehler getilgt? Lies Korrektur und zeige den Pitch einer Kollegin zum Check! Strukturiere ihn mit Fettungen an der richtigen Stelle.
 
Zu den Tipps im Detail


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