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News / Videobotschaft: Christian Wehrschütz verabschiedet sich nach 27 Jahren vom ORF
Christian Wehrschütz (Screenshot: Facebook)
02.11.2026   Vermischtes
Videobotschaft: Christian Wehrschütz verabschiedet sich nach 27 Jahren vom ORF
Er spricht über Dankbarkeit, die Sorge um seine Mitarbeiter und seine Pläne für die Zukunft. Auch ein musikalischer Rückblick auf seine Korrespondentenjahre gehört zu seinem Abschied.
Wien – Nach 27 Jahren als Auslandskorrespondent hat sich Christian Ferdinand Wehrschütz Ende Oktober vom ORF verabschiedet. In einem auf Facebook veröffentlichten Video blickt der 65-Jährige auf seine Arbeit zurück und spricht über die Menschen, die er in der Ukraine zurücklässt.


„Es ist dies ein besonderes Video und ein Video, das mir besonders schwer fällt“, sagt Wehrschütz in seiner Abschiedsbotschaft. Seine Gefühle seien zwiespältig: „Das eine ist die Dankbarkeit für all das, was ich erleben und überleben durfte. Das andere ist die Sorge um meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier weiter arbeiten werden.“
 
Seinem Team habe er versprochen, auch künftig nach Möglichkeit für die Mitarbeiter da zu sein. Zugleich bedankt sich Wehrschütz bei seinem Publikum und den Menschen, denen er während seiner Korrespondententätigkeit begegnet ist. „Freundschaft kennt keine Staatsgrenzen“, sagt er.
 
Abschied mit Musik und Erinnerungen
Neben seiner persönlichen Botschaft veröffentlichte Wehrschütz ein weiteres Video, in dem er seine Jahre als Auslandskorrespondent Revue passieren lässt. Der rund vierminütige Zusammenschnitt ist mit dem Lied „Es ist Zeit zu gehen“ der deutschen Band Unheilig unterlegt. Zu sehen sind unter anderem Begegnungen mit Staatspräsidenten, Einsätze an der Front und Aufnahmen mit seinem Kamerateam, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet.
 
Wehrschütz war seit November 1999 ORF-Korrespondent in Belgrad und berichtete über das ehemalige Jugoslawien und Albanien. Seit September 2015 leitete er zusätzlich das ORF-Büro in Kiew. Seine Tätigkeit für den ORF hatte er bereits 1991 begonnen.
 
2014 wurde Wehrschütz von der „Journalist:in“ als „Journalist des Jahres“ ausgerechnet. 2022 erreichte er bei der Wahl zudem den ersten Platz in der Kategorie Außenpolitik.
 
Paul Krisai übernimmt die Ukraine-Berichterstattung
Mit Ende Oktober hat Wehrschütz die Leitung des Korrespondentenbüros in Kiew abgegeben. Seine offizielle Pensionierung erfolgt mit Jahresende 2026. Die Ukraine-Berichterstattung für den ORF soll künftig Paul Krisai aus dem Budapester Büro übernehmen.
 
Ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen will sich Wehrschütz nicht. „Ich kann euch versichern, es wird eine Zeit nach dem ORF geben“, kündigt er in seiner Videobotschaft an. Zu seinen neuen Projekten gehört das Buch „Heimkehr. Mein Aufbruch ins unentdeckte Land“, in dem er seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent verarbeitet.


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